Hausgaben sind ein schwieriges Thema - aber wichtig. Hier muss Klarheit herrschen für alle Akteure: Lehrkräfte, Erzieher/innen, Eltern - und last but not least für die Kinder. Die Erwartungen der Akteure sind höchst unterschiedlich. Deshalb galt es ein Konzept zu schaffen, dass möglichst viele Erwartungen abzudecken in der Lage ist.

Wir halten es so:

  • Eltern melden ihre Kinder zur Hausaufgabenbetreuung an (wer nicht auf der Liste steht, erledigt die Hausaufgaben zu Hause).
  • Nach dem Mittagessen (in Schichten) werden jeweils die Hausaufgaben erledigt (in Schichten).
  • Im / in den Hausaufgabenraum/räumen nicht erscheinende Kinder werden möglichst aufgefordert, aber die Kinder müssen wissen, dass sie für ihre Hausaufgaben verantwortlich sind und deshalb von sich aus den Hausaufgabenraum aufsuchen. Daran arbeiten Eltern und Erzieher/innen gemeinsam.
  • Die Hausaufgaben-Betreuer/innen helfen bei der Identifikation und der Erledigung der Aufgaben; es kann aber kein Förderunterricht stattfinden.
  • Wir streben eine vollständige Erledigung im Hort an, um das Familienleben möglichst davon zu entlasten.
  • Sollten jedoch die Hausaufgaben zuviel Zeit (vorgeschrieben sind: 1./2. Klasse = 20-30 min; 3./4. Klasse = 40-50 min) in Anspruch nehmen, wird die Erledigung im Hort abgebrochen. Die Kinder haben einen anstrengenden Unterrichtstag hinter sich und müssen auch einmal durchatmen und spielen können.
  • Kinder, die feste Angebote (Clubs/ AGen) besuchen, erledigen an diesem Tag ihre Hausaufgaben teilweise oder ganz zu Hause.
  • Freitags werden im Ganztagsbetrieb keine Hausaufgaben erledigt (zumeist sind auch keine aufgetragen). Das gibt Eltern die Möglichkeit, am Wochenende sich selbst ein Bild zum Stand ihres Kindes zu verschaffen.

 

Sollten Kinder große Schwierigkeiten bei der Erledigung der Hausaufgaben haben (inhaltlich / zeitlich), geben die Erzieher/innen Eltern und Lehrkräften dies in einer Notiz kund.
Die Formen dafür sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich (Notiz unter der Aufgabe, Infoheft, Elternheft u.ä.).

Dies ist ein wichtiges Rückmeldeinstrument für Eltern und vor allem für Lehrkräfte.

Sie behalten so einen authentischen Eindruck, in welcher Zeit die Kinder mit Unterstützung die Aufgaben schaffen - oder nicht und können somit entsprechend in der Wiederholung des Stoffs sowie in Menge und Anspruchsniveau der Hausaufgaben reagieren.