diakonie freiwilliges soziales jahr

Eine gelungene Eingewöhnungszeit ist für das Kind, aber auch für die Eltern und Erzieherinnen die Grundlage für ein wachsendes und tragfähiges Vertrauensverhältnis. In enger Absprache mit den Eltern wird die Eingewöhnung für jedes Kind individuell angepasst und durch jeweils eine feste Bezugserzieherin des Kindes begleitet. Auch wenn das sicher nicht in jedem Falle möglich ist, streben wir eine gestaffelte Eingewöhnung an, die drei bis vier Wochen dauern kann. Jedes Kind regiert anders, manches Kind ist im Nu angekommen, andere benötigen mehr Zeit.

Der Eintritt in den Kindergarten erfordert vom Kind und von den Eltern Ablösungsarbeit. Auch Eltern müssen an dieser Stelle loslassen lernen. Dessen müssen sich Eltern bewusst werden, um ihrem Kind die Eingewöhnung nicht unabsichtlich zu erschweren, sondern ihm Sicherheit und Unterstützung geben zu können.

Die Eingewöhnungszeit ist abgeschlossen, wenn das Kind eine sichere Bindung zulässt und die Erzieherinnen als Bezugspersonen akzeptiert und sich von seiner Bezugserzieherin trösten lässt.

Nur ein Beispiel:

1. – 3. Tag:

  • eine Stunde am Vormittag oder Nachmittag mit den Eltern
  • Austausch von Informationen über das Kind und die Einrichtung mit der Erzieherin beginnt mit dem Beziehungsaufbau zum Kind und versucht die Ansprechpartnerin zu sein

4. – 7. Tag:

  • kurze Trennungsphase, um zu sehen, ob das Kind sich von den Eltern lösen kann und sich von der Bezugserzieherin trösten lässt
  • Trennungszeiten werden gestuft
  • Bringe- und Abholsituation wird als Ritual gestaltet und Kind und Eltern vertraut

8. – 10. Tag:

  • Das Kind bleibt bis ca. drei Stunden inklusiv einer Mahlzeit im Kindergarten

11. – 15. Tag:

  • Das Kind bleibt den gesamten Vormittag im Kindergarten

Ab 16. Tag:

  • Der Betreuungsumfang wird auf die Vertragsdauer erweitert.